Offizielle Übergabe der Informationsstelen an der Landwehr

Informations-Stele zur historischen Landwehr

Herr Helmut Sallmann, der sich sehr um die historische Landschaftspflege verdient gemacht hat, forderte schon lange ein Informationssystem an der Landwehr.

Mit Unterstützung der NRW-Stiftung, der Stadt Krefeld und dem Bürgerverein Forstwald sowie dem Fachbereich Grünflächen, der freundlicherweise die Aufstellung übernommen hat, konnten am 28. Januar 2013 offiziell drei Stelen mit unterschiedlichen Informationstexten an der historischen Landwehr der Öffentlichkeit übergeben werden. Zur Einweihung waren neben den Vertretern der NRW-Stiftung, Herrn Bezirksvorsteher Dr. Ruhland und Herrn Beigeordneter Thomas Visser die Leiterin des Fachbereichs Grünflächen Frau Doris Törkel und unser Stadtförster Herr Arno Schönfeld-Simon erschienen. Während eines Besichtigungsrundgangs berichtete Herr Dr. Christoph Reichmann über die Forschungsgrabung an einem kleinen Teil der Landwehr, die das Museum Burg Linn unter seiner Leitung durch geführt hatte. Er erklärte der interessierten Runde die ursprüngliche Gestaltung und die Ausmaße der Landwehr. Sie bestand aus drei Wällen und zwei Gräben, deren maximale Niveauunterschiede etwa 5 Meter betrugen und mit Weiden, Schlehen und Weißdorn so bepflanzt waren, dass möglichst eine Überquerung der Grenzbefestigung zwischen den beiden Kurkölnischen Ämtern Linn und Kempen sowohl für weidendes Vieh als auch für die Bevölkerung verhindert werden sollte. Damit zumindest ein kleiner Eindruck der ursprünglichen Funktion entsteht und eine weitere Erosion der Wälle und Gräben verhindert wird, wurden durch den Fachbereich Grünflächen mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland in der Vergangenheit 3000 Ilexpflanzen auf die Landwehr gesetzt.

Bilder von der Einweihung:


 

 

 

Dass überhaupt noch ein Stück der ursprünglich von Kempen bis Linn verlaufenden Landwehr sichtbar geblieben ist und nicht für die (land-)wirtschaftliche Nutzung eingeebnet wurde, ist der Aufforstung des Forstwaldes durch die Familie Schumacher zu verdanken.
Text/Bilder: Marcus
Bartsch

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