Stellungnahme…..

Jan Schwarze

Jan Schwarze

Michael Gobbers

Michael Gobbers

Dr. Günther Porst

Dr. Günther Porst

Dieter Dückers

Dieter Dückers

…zum Kommentar von Herrn Wolfgang Huber zur
Hauptversammlung des Bürgerverein Forstwald am 4.6.2014

Kurz nach der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Forstwald am 4. Juni 2014, die nach unserer unmittelbaren Auffassung ruhig und konstruktiv verlaufen ist, hat sich Wolfgang Huber am 8. Juni 2014 in seiner Website „Lebendiger Forstwald“ mit Blick auf den Gastvortrag von Herrn Hans-Hugo Papen zu Wort gemeldet.

Er unterstellt dem Gastredner Unkenntnis sowie parteilich, nicht informiert und subjektiv agiert zu haben, unserem Bürgerverein wirft er ebenfalls vor, in der Angelegenheit Wiederaufforstung nicht objektiv vorzugehen sowie antichambriert zu haben.

Obwohl wir davon entfernt sind, per Website eine unfruchtbare und unerfreuliche Korrespondenz zu pflegen, müssen wir, alleine schon um unseren Gastredner in Schutz zu nehmen, aber eben auch aufgrund der fehlerhaften und vom Ductus her unangenehmen Anwürfe Stellung nehmen.

Der Vortrag von Herrn Papen auf der Hauptversammlung ist unseres Erachtens sehr gut angekommen, seine Ausführungen waren in der Sache substantiell und aufschlussreich, getragen von Sachkenntnis und Sachlichkeit.

Wir haben Herrn Papen als integre Persönlichkeit erlebt. Er hätte im Vorfeld keinen Versuch, seine Meinungsbildung zu beeinflussen, zugelassen. In Wahrnehmung seiner Aufgabe als Vorsitzender des Planungsausschusses im Regionalrat bei der Bezirksregierung Düsseldorf gilt Hans-Hugo Papen als ausgezeichneter Fachmann. Für seinen Gastvortrag sind wir ihm zu Dank verbunden.

Auch die seinem Vortrag folgende Diskussion über Pros und Contras in Sachen Wiederaufforstung versus Bebauung erwies sich mit Fragen, Antworten und Redebeiträgen unter seiner Moderation als aufschlussreich und ergiebig. Schade, aber auch unverständlich, dass Herr Huber sich mit seinen jetzt vorgetragenen Vorbehalten und Anwürfen dabei gänzlich herausgehalten hat. Für die offene Diskussion wäre ausreichend Zeit gewesen. Nun sind seine nachträglichen „Wertungen“ zu Teilen sachlich überhaupt nicht haltbar. So unterstellte er u.a., dass Herr Papen in seiner Flächenbilanz 4 Hektar östlich gelegener Waldfläche außerhalb des Kasernengeländes dem zur Disposition stehenden Kasernengelände zugeordnet und damit die bebaubare Kasernenfläche mutwillig verkleinert hätte. Nein, die separate östliche Waldfläche war völlig außen vor.

Überhaupt gilt das eigentliche Kasernengelände nach offiziellen forstwirtschaftlichen Definitionen zu weit über 40% als Waldfläche. Und das passt offenbar so gar nicht in das Konzept der Befürworter einer Bebauung.

Was die weiter vorgeschriebenen Abstände zwischen bebauten und schutzwürdigen Grundstücksflächen anbetrifft, mag es neue Regelungen geben. Fest steht, es sind signifikante Abstandsflächen zwischen Baumbestand und Bebauung einzuhalten; das schränkt die zur Verfügung stehende bebaubare Fläche zusätzlich deutlich ein. Und fest steht, dass die mittlerweile entstandene, beeindruckend ausgeprägte Waldlandschaft auf dem Kasernengelände (mehrere hundert Bäume mit einem Stammdurchmesser von 26 bis 110 cm) im Falle einer Bebauung erneut abgeholzt werden müsste. Hier wäre dann für jede entsprechende Baumfällung Ausgleichspflanzung unerlässlich.

Im Übrigen kommen den Befürwortern einer Bebauung offenbar Argumente abhanden. Von Anfang an haben sie beharrlich die scheinbar vorhandene Infrastruktur auf dem Kasernengelände als starkes Argument für eine Bebauung ins Feld geführt: Neue Baukörper brauchten einfach nur angebunden zu werden. Nunmehr wird erklärt, dass kein ernst zu nehmender Bebauungsbefürworter davon ausgeht, dass das möglich ist.

Grundsätzlich wurde ehemals postuliert, 70 bis 80 Prozent des Kasernengeländes seien versiegelt und das spräche alleine schon für die Bebauung an dieser Stelle. Abgesehen von der generellen Fragwürdigkeit dieser Argumentation sind die Zahlen falsch. Das wird alleine schon durch die o.g. Diskussion um anrechenbare bzw. nicht anrechenbare Waldflächen untermauert.

Wir wollen an dieser Stelle nicht weiter auf Auffälligkeiten, Ungereimtheiten und Vorwürfe in den Darstellungen von Herrn Huber eingehen, dürfen aber per Link auf Kommentare von Herrn Papen hinweisen.

„Zum Beitrag von Herrn Huber“ (Hans-Hugo Papen, 12.6.2014)

Kommen wir erneut zu der grundsätzlichen Haltung unseres Bürgervereins Forstwald in Sachen Forstwaldkaserne.

Wir sind davon überzeugt, dass der Wald mit seinem landschaftlichen und ökologischen Wert das prägende Element im Südwesten Krefelds ist: „Der Wald ist das, was den Krefelder Stadtteil Forstwald ausmacht.“ Im EUROGA-Konzept ist der durchgehende Grünzug der historischen Kulturlandschaft Forstwald verankert. Mit seiner besonderen Bedeutung für den Klimaschutz , die Artenvielfalt und besonders als Frischluftschneise ist der geschlossene Waldzug von hohem Wert. Mit der Wiederaufforstung würde die einmalige Chance genutzt, den durch zwangsweise Abholzung entstandenen Schaden zu heilen. Aufgrund Festschreibung des Tönisvorster Anteils an dem Kasernengelände als Waldparzellenverbund ließe sich das Potential dieses Naherholungsgebietes stadtübergreifend vergrößern. In Summe würde eine Wiederaufforstung die Attraktivität im westlichen Stadtteil für Krefelder und benachbarte Bürger beträchtlich erhöhen.

Wer der Behauptung, eine Bebauung würde den Waldzug nicht signifikant zerschneiden, weiterhin Glauben schenken möchte, möge sich unter folgenden Links eine Bild über die Qualität dieser Aussage machen:

http://www.buergerinitiative-forstwald.de/Karten/karten.php (letzte Karte)

http://www.geoportal-niederrhein.de

http://www.kuladig.de

Mit eindeutiger Mehrheit sind wir der Auffassung, dass die Argumente für eine Wiederaufforstung und gegen eine Bebauung stärker wiegen als die bei gegenteiliger Betrachtung. Über das ganze Jahr 2013 bis heute hielten die Auseinandersetzungen in der Sache an. In dichter Folge reihten sich entsprechende Bürgerforen, Interviewaktionen, Presseberichte und Leserbriefe aneinander. Dabei verfestigte sich eine Erkenntnis: Mehr als zwei Drittel der betroffenen Bürgerschaft stimmen für die Wiederaufforstung.

Die Gründer unseres Bürgervereins hatten uns seinerzeit (1972) ins Stammbuch geschrieben:

„Forstwald, für viele Krefelder ein erlebnisreicher Begriff, für uns ein liebenswerter Lebens- und Wohnraum, hineinragend in den Landkreis, mit bester Wohnlage und guter Windrichtung. Unsere Landschaft hat geschichtlichen Boden. Unser Ortsteil mit dem zweitgrößten Krefelder Waldgebiet hat für die nächsten Jahrzehnte eine gute Zukunft, speziell als Naherholungsgebiet für den dicht besiedelten Krefelder Westen.
Wenn wir den Charakter dieses Gebietes verteidigen, so liegt das nicht nur in unserem Interesse, sondern dient auch dem Wohle der Gesamtstadt.“

Das ist uns auch weiterhin ein Auftrag und wir setzen uns weiterhin für die Wiederaufforstung der Forstwaldkaserne ein.

Unterschriften

 

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